Natur schützen und bewahren

Freizeitregion Naturpark Spessart. Bayrisches Fenster nach Churfranken, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg über das Main-Rheintal bis Skyline Franfurt und Schloss Aschaffenburg

Königsblick-Höhen-Panoramaweg

Ausgabe 06.1   Dezember-Januar 2018 / 19

Lust zum Wandern, Radfahren, Spazieren, Fernblicke bis 100 km und malerische Sonnenuntergänge genießen auf dem über 20 km langen Höhenrücken zwischen Hahnenkamm, Johannesberg bis Rottenberg. Erlebniswanderungen durch Täler, waldreiche Wildbach-Schluchten, Fernblick-Streuobstwiesen und Weinberge zum Main und Kahlgrund mit Einkehrschwüngen zum einheimischen Riesling. Müller-Thurgau, Silvaner, Spätburgunder, Appelwoi oder Bier.

Schwerpunkthema:   Landschaftsbilder im Herbst und Frühwinter am Höhen-Panoramaweg

Heute lassen wir die aktuellen Landschaftsfotos für sich sprechen. Nachdenkliches und Amüsantes am Schluss.            Sensationeller Fund: Die Johannesberger eierlegendende Wollmilchsau (s.u.).

Höhen-Panoramweg: Abendstimmung mit Blickrichtung Hahnenkamm über Hemsbach

Herbststimmung in den Schluchten des Höhenpanoramaweges

Höhenpanoramaweg: Nordzugang Rückersbach aus Richtung Hahnenkamm

Höhenpanoramaweg am Königsblick:  Einzigartiges bayerisches Panoramafenster nach Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Würtemberg und Churfranken. Rundum-Fernblicke bis über 100 km 

Fernblicke: Höhen-Panoramaweg mit Seitenschluchten zum Main und Kahlgrung

Verlauf des Vorspessart-Höhen-Panoramaweges mit Anschlusswegen auf gleichem Niveau +/- 300 m über dem Main. 

  • Empfohlenes Kartenmaterial:
  • Topographische Karte Nr. 6 - M 1: 500.000. Naturpark Spessart Nordwest
  • Topographische Freizeitkarte Nr. 7- M 1: 25.000, Spessart Aschaffenburg

Auf ca. 2,0 km vereint:  Bocksbeutelstrasse mit Höhen-Panorama-Rad-Fernwanderweg (Kreisstrasse zwischen Oberafferbach und Rückersbach. Blick talwärts: Aschaffenburger Mainbogen bis Odenwald


Hinterfragenswert: Gemeinde-Standortplanung für ein Feldstein-Kunstwerk

Orientierungslos ... kein gutes Omen für künftige Gemeindeaktivitäten bei der Dorferneuerung 

Höhenpanorama Standort Bildstock über Aschaffenburg: Blickrichtung Odenwald Maintal. Johannesberger Aussichtspunkt für die Sylvesternacht.         Bild unten rechts: Sonnenuntergang über Maintal und Aschaffenburg.

Königsblick Höhen-Panoramaweg

Nahezu höheneben 300 m über dem Main:   Fernblickperspektiven auf Churfranken-Maintal-Odenwald-Rheintal-Pfälzerwald-Taunus-Aschaffenburg-Frankfurt

Panorama-Fernsichten:   Hochspessart, Mainfranken, Odenwald, Maintal, Rheintal, Pfälzerwald bis zum 100 km entfernten Donnersberg (Pfälzerwald), Hunsrück, Rheingau, Taunus, Aschaffenburg, Seligenstadt, Frankfurt

Höhen-Panoramaweg über Wenighösbach

Blick Richtung Rottenberg / Hochspessart

Neuer Rad-Wanderweg nach Rottenberg oberhalb Wenighösbach

Große Freude für Radwanderer:    Eine wichtige Teilstrecke des Höhen-Panoramaweges zwischen Rottenberg (Golfplatz) und Abzweig Wenighösbach (Bild oben) wurde im Rahmen der Ausbaustrecke Hösbach-Schirmborn geschlossen.

Für die 20 km Gesamtstrecke zwischen Hahnenkamm und Rottensberg bleiben nun nur noch folgende Wünsche offen:

Gemeinde Wenighösbach – Unpassierbarer Waldradweg:   Hier sollte der für Radfahrer gefährliche, oft unpassierbare Schlammweg im Wald oberhalb von Wenighösbach auf einer Strecke von ca. 80 m befestigt werden.

Gemeinde Johannesberg – Verkehrs- und Personengefährdung:    Zwischen Sternberg und Oberafferbach besteht dringender Handlungsbedarf für die Verkehrssicherheit:  Der  von Fern- und Tageswanderern, Radfahrern und Autofahrern besuchte Höhen-Panoramaweg wird besonders am Wochenende und an Schönwettertagen hoch frequentiert. Ausgerechnet im landschaftlich besonders schönen, kurzen Teilabschnitt verfügt die Kreisstraße über keinen rollstuhlgerechten und sicheren Rad-Wanderweg (Bild unten) . Auf dieser nur ca. 350 m langen (unvollendeten) Reststrecke des hier ca. 2,5 km langen Panorama-Höhenweges, müssen sich auf einem teilweise sehr schmal geschotterten Waldpfad Fernwanderer / Wandergruppen, Spaziergänger mit Kindern und Hunden und auch Rollstuhlfahrer mit den Fahrradfahrern arrangieren. Die unvermeidbaren „Staus“ erzeugen nicht selten Ärger und Diskussionen bei den Freizeitlern. Rücksichtsvolle Radfahrer weichen hier auf das gefährliche Teilstück der Kreisstraße aus. Dabei muss ein erhebliches Unfallrisiko durch eine unübersichtliche Bergkuppe in Kauf genommen werden (Bild unten). Leider oft erlebt: An dieser gefährlichen Stelle wird man als Radfahrer sowohl aus Richtung Johannesberg als auch Sternberg des Öfteren von Autos geschnitten, die beim Überholen plötzlich dem über die Bergkuppe entgegenkommenden Verkehr ausweichen müssen.

Die Konzeptlosigkeit der Gemeinde-Verkehrsplanung ist sogar noch steigerungsfähig! Eine weitere unübersichtliche Situation besteht für den Radfahrer in Richtung Johannesberg am Ende des Waldpfades aufgrund der zwangsweise erneuten Überquerung der Kreisstraße. Folgt man dieser, muss man nach 60 m schon wieder queren, um der Rad-Wanderweg-Beschilderung zu folgen. An dieser Stelle müssen auch die Fußgänger die Kreisstraße überqueren, allerdings entgegengesetzt. Für Unfälle die aus der derzeit gefährlichen Kreisstraße mit zahlreichen Überquerung und unübersichtlichen Stellen resultieren, sehen wir nach derzeitigem Kenntnisstand den Bürgermeister als Vorsitzenden des Gemeinderates in der Verantwortung.

Sicherheitstechnisch ist dies lösbar, wenn die main-seitig bereits vorhandenen Radwanderwege ab der Scheune unterhalb des Königsblicks und dem Ortsrand in Oberafferbach auf dem kurzen Verbindungsstück (350 m) endlich verbunden werden.

Aktueller Einschub:  Leser dieser Ausgabe des Fernblick-Panoramaweges regten an, die vorschlagsgemäße Vollendung des kurzen Teilstückes des Südhang-Rad-Wanderweges gleichzeitig mit der derzeitig in Ausführung befindlichen Fernwasserleitung zu verbinden. Im Zuge dessen kann ein Leerrohr für das von der Gemeinde angekündigte Glasfaserkabel verlegt werden.

Kommentar:  Der Leservorschlag entspricht dem Gebot eine wirtschaftlichen Haushaltsführung einer Gemeinde. Er ist zeitnah und und mit geringen Investitionen realisierbar. Bäume, Wurzelwerk und die zu schützenden Waldameisen des gegenüberliegenden Waldrandes bleiben unversehrt. Die im vergangenen Jahr zu beobachtende Nachlässigkeit der Gemeinde bei der Zerstörung von Ameisenhügeln können sich durch den Rad-Wanderweg auf der Südseite der Kreisstraße wieder erholen.

vorschlagsgemäßer Radweg ca. 350 m

Diese Johannesberger Eierlegendende Wollmilchsau muß nur noch an die Leine gelegt werden.  Selten haben Gemeindepolitiker die Situation, bei  1.  geringen Investitionen einen   2.  dringend gebotenen Ausbau des Nahtourismus-Rad-Wanderweg-Netzes durchzufühen,   3.   bei guter Koordination an den Erdarbeiten / Planum der bereits begonnenen Fernwasser-Leitungtrasse zu partipizieren,   4.  vorausschauend Leerrohre für das Glasfasernetz zu verlegen,  5.   verkehrstechnisch gefährliche Brennpunkte in / an der Kreisstrasse zu beseitigen,   6.  durch die Kooperation mehrerer Maßnahmen praktisch ohne Mehrkosten einen wichtige Schritte in Richtung Naturschutz für den Baumbestand des weit aus dem Maintal sichtbaren Berg-Waldsaumes als Hort von Gleit- und Feldvögeln einzuleiten,   7.  die durch kommunale „Pflegemaßnahmen“ am Straßenrand teilzerstörten (unter Naturschutz stehenden)  Ameisenhügel wieder zu renaturieren    8.   älteren und gehbehinderten Ortsbürgern und Rollstuhlfahrern diese einmalig schöne Panoramastrecke über dem Maintal bei marginalen Kosten für Ruheplätze mit Fern- und Talblick und zauberhaften Sonnenuntergangsstimmungen vom Ortsrand bis zum Wendelin / Sternberg zu erschließen.

Anmerkung des Autors:  Die Johannesberger Wollmilchsau hätte gute Chancen bei jedem  Wettbewerb auf dem Siegerpodest zu stehen. Nicht zuletzt deshalb wurde der Bürgermeister / Gemeinderat mittels Antrag motiviert, in dieser Sache zeitnah tätig zu werden.

Zum Vergrößern der Fotos und Graphiken 2x anklicken

Mai-November – Von der Blüte bis zur Ernte: Baumalleen und herrliche Streuobstwiesen 2018 prallvoll mit Bio-Obst

Besonders schön ist die Zeit der Baumblüte an den alleenartig mit Kirsch-, Apfel- und Birnbäumen besäumten Höhenwegen mit beidseits anschließenden Fernblick-Streuobstwiesen (Fotos Ausgabe 2-5). Nach der Zeit des Kirschengenusses folgten Brombeeren, Äpfel, Birnen, Walnüsse und Edelkastanie. 

Zu erwähnen ist, dass im zurückliegenden Jahrhundert die Obstbaumalleen und angrenzenden Streuobstwiesen wesentlich zur Obstversorgung der Städter im Maintal beitrugen. Entsprechend ist die Vielfalt der alten Obstsorten erstaunlich. Leider sind die Bestände teilweise überaltert. Erfreulich ist, dass nach der  Flurbereinigung  zwischen 1977 und 2018 die Eigentümer der Obstgrundstücke wieder anpflanzen.

Am nördlichen Ende des Höhenpanoramaweges: Nahezu durchgängig bewirtschaftete Hahnenkamm-Wanderergaststätte mit Aussichtsturm

Besonders beliebte Fernblick-Panoramaroute mit Sonnenuntergagszauber

Unterhalb des Königsblicks verschmelzen die unterfränkische Bocksbeutelstraße und der Höhen-Panoramaweg. Bei der Standskulptur des Schäfers Wendelin ist ein bei Wanderern, Radfahrern, Oldtimer-Besitzern ein besonders beliebter Aussichtspunkt mit Fernblick auf das Rheintal bis zum Pfälzerwald, Taunus und Frankfurt. 

Zwischen Ortsrand Johannesberg und Sternberg vermissen sowohl die Bürger von Johannesberg, als auch Wochenendbesucher aus dem Landkreis Aschaffenburg Verweil- und Aussichtspunkte oberhalb Aschaffenburg mit Bänken,  Spiel- und Picknickplätzen. Die besonders bei Sonnenuntergängen wunderschöne Aussichtsstrecke ist für ältere Menschen und Rollstuhlfahrer nur beschwerlich erreichbar.

Schäfer Wendelin: Aussichtspunkt am Höhen-Panoramaweg über dem Main-Rheintal mit Fernblick zum 100 km entfernten Donnersberg im Pfälzerwald

Trockenschäden in der Natur

Der in unserer Region extrem niederschlagsarme Sommer schädigte erheblich unsere Baumbestände, die Pflanzenvielfalt und den Vogel- und Insektenbestand. Besonders fiel den Bürgern der Artenrückgang der Schmetterlinge auf. Der Borkenkäfer befiel besonders durch die trockenheit geschwächte Bäume zu (Foto unten)

Wichtiger Hinweis: Jeder Grundstücksbesitzer sollte seinen Baumbestand hinsichtlich  Schädlingsbefall beobachten, da ein Baum- und Astbruch infolge Strukturschäden einen Haftpflichtanspruch auslösen kann. Wenden Sie sich bei Strukturschäden an ihrem Baumbestand an die Gemeinde oder die zuständigen Dienststellen im Landratsamt

Fotos oben: Schwere Baumschäden an einer ca. 18 m hohen Fichte durch Trockenheit und Borkenkäfer innerhalb von drei Monaten

Vernachlässigte Dorfentwicklung der Johannesberger Bergdörfer

Die einzigartig schön über dem Main liegenden Bergdörfer auf Höhenpanorama-Bergrücken könnten zu Perlen im Naturpark Spessart werden. Wie lange noch müssen sich die Johannesberger von Besuchern anhören, wie hässlich und trostlos die Dorfbilder bei der Durchfahrt von Johannesberg, Oberafferbach und Rückersbach sind? (Bilder unten)

Die jüngsten Hinweise des Bürgermeisters auf das große Wegenetz der Gemeinde bei nur einem Straßenbauer im Bauhof verdeutlichen die geringe Bereitschaft an einer generellen und bedarfsgerechten Struktur- und Finanzplanung der Gemeinde. Dazu gehören auch Defizite in der Verkehrssicherheit zwischen unseren Bergdörfern (siehe Beitrag links)

Ortsdurchfahrt Johannesberg mit Rathaus. Konzeptlose Dorfplanung

Ortsdurchfahrt Rückersbach: Konzeptlose Dorfplanung. Kaum zu glauben - hier verläuft die unterfränkische Bocksbeutelstrasse!  

Mit der nachfolgenden Fotoeinstimmung auf den Winter wünschen wir allen unseren Lesern ein Schönes und Besinnliches Weihnachtsfest und Alles Gute in 2019

Vielleicht sieht man sich in der Sylvesternacht im Naturpark Spessart am Bildstock zum Feuerwerk über Aschaffenburg und dem Maintal

Als es 2010 noch richtige Winter gab: Rathausbesuch mit Langlaufski

Verantwortlich für die 6. Ausgabe der Höhenpanoramalandschaften Naturpark Spessart

Ideengemeinschaft Vorspessart Königsblick-Höhenpanoramaweg:

  • Jens Drefahl, Johannesberg-Rückersbach
  • IG Vorspessart Königsblick-Höhenpanoramaweg
  • Postanschrift: Jens und Barbara Drefahl 
  • Am Hang 9, 63867 Johannesberg
  • Fon: +49 (0) 6029 9900.31
  • Email: jdrefahlpriv@t-online.de