Freizeitregion Spessart

Königsblick-Höhen-Panoramaweg

Ausgabe 03 - Juli 2018

Lust zum Wandern, Radfahren, Spazieren, Fernblicke genießen auf dem über 20 km langen Höhenrücken zwischen Hahnenkamm, Johannesberg bis in die Weinberge am Gräfenberg in Rottenberg und in den Kahlgrund

Verlauf des Vorspessart-Höhen-Panoramaweges mit Anschlusswegen auf gleichem Niveau +/- 300 m über dem Main. 

  • Empfohlenes Kartenmaterial:
  • Topographische Karte Nr. 6 - M 1: 500.000. Naturpark Spessart Nordwest
  • Topographische Freizeitkarte Nr. 7- M 1: 25.000, Spessart Aschaffenburg

Blick vom Weinberg (Rottenberg-Gräfenberg) auf das Schloss Aschaffenburg

Morgenstimmung Johannesberg. Wolkensturz über Hochspessart

Luftaufnahme: Archiv Jens Drefahl

Königsblick 360° Panorama nach Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz

Höhen-Panoramaweg: Sonnenuntergang über dem Rheintal bis in den Rheingau und Frankfurt

Höhen-Panoramaweg Standort Königsblick: Blick auf die Skyline von Frankfurt mit Fernglas

Königsblick Höhen-Panoramaweg

Nahezu höheneben 300 m über dem Main:   Fernblickperspektiven auf Churfranken-Maintal-Odenwald-Rheintal-Pfälzerwald-Taunus-Aschaffenburg-Frankfurt

Panorama-Fernsichten:   Hochspessart, Mainfranken, Odenwald, Maintal, Rheintal, Pfälzerwald bis zum 80 km entfernten Donnersberg, Hunsrück, Rheingau, Taunus, Aschaffenburg, Seligenstadt, Frankfurt

Königsblick-Höhenpanorama-Radwanderweg

Landschaft, Natur und der Panoramen:  Die Natur, Landschaft mit unverbauten Fernblick-Panoramen über Mainfranken, dem Main bei Aschaffenburg bis in das Rheintal in den Pfälzer Wald, die Frankfurter Hochhaus-Skyline ist für Nordbayern etwas ganz Besonderes (siehe Panoramakarte). Der von blickoffenen Streuobstwiesen in alle Himmelsrichtungen geprägte Höhenrücken ist für Tier- und Landschaftsfotografen, Botaniker, Vogelkundler und Geologen hochspannend. In nahezu gleichbleibender Höhe von ca. 300 Meter ü. Main verbindet er den Hahnenkamm (über den Weinorten von Alzenau), die Johannesberger Bergdörfer (Rückersbach, Sternberg mit Königsblick, Oberafferbach, Breunsberg) mit Rottenberg (Weinbau Gräfenberg), Eichenberg bis über den Kahlgrund.

Eine besonders schöne Aussichtsstrecke für den Genuss-Wanderer ist die Panorama-Teilstrecke zwischen Johannesberg und Sternberg. Unterhalb des historischen Königsblicks (360° Panorama bis zum Donnersberg vor Kaiserslautern) befindet sich einer der Einstiege in die im Rhein-Main-Gebiet berühmte Rückersbacher Schlucht. Auf dieser kurzen Teilstrecke vereinigt sich der Höhen-Panoramaweg mit der unterfränkischen Bocksbeutelstraße *. Von hier ist mit dem Fernglas der Blick auf die City-Frankfurt spektakulär. Nicht zuletzt deshalb ist diese kurze Panoramastrecke das besondere Glanzlicht für viele Oldtimer-Rallyes. Man trifft hier die schönsten Exemplare der Auto-und Motorradgeschichte.

* Die Wiederentdeckung eines Kulturweges.  Das in einer öffentlichen Informationsveranstaltung berichtete Ergebnis von Literaturrecherchen zum - von der Gemeinde favorisierten Neubau-Standort am Panorama-Höhenweg löste  bei den Zuhörern Erstaunen aus: Der ca. 1,5 km lange Höhen-Panoramaweg zwischen den Ortsteilen Johannesberg, Sternberg und Rückersbach ist Teil der – bei den meisten Bürgern, aber auch bei den Tourismus- und Wandervereinen in Vergessenheit geratenen – Bocksbeutelstraße.

WIKIPEDIA:Würzburg bildet den Ausgangspunkt der Bocksbeutelstraße. Nach Westen hin erstreckt sich das erschlossene Gebiet bis nach Aschaffenburg, nach Osten hin bis Castell, Iphofen und Ippesheim, nach Norden bis Hammelburg und in den Süden zu Sommerhausen, Ochsenfurt und ins Tal der Tauber.

Historische Bocksbeutelstrasse: Auszug aus topographischer Wanderkarte Nr. 6 -Naturpark Spessart Nordwest :

Kleinklimatische Besonderheiten:  

Die topographisch besondere Lage - als vorgelagerter Spessart-Höhenrücken über dem Rhein-Maintal - lässt nicht nur im Winter als Staulage besondere Wetterphänomene entstehen. Im Frühjahr und Herbst erzeugen Schönwetter-Hochdrucklagen durch in das Maintal absinkende Kaltluft zähe Nebellagen mit spektakulären Stimmungsbildern (siehe diverse Fotos). 

Viele Bürger im Landkreis Aschaffenburg kennen diese Situation. Sie wandern hier besonders gern im Herbst bei Sonnenschein, Windstille, angenehmen Temperaturen und „unendlichen“ Fernsichten. Durch die Temperaturunterschiede von durchschnittlich 3 °C können, selbst bei milden Wintern, Kinder aus dem Maintal längs der Hohler-Chaussee bis nach Johannesberg noch Schnee erleben und Schlitten fahren.

Ein handtellergrosser Schwalbenschwanz

Naturvielfalt im Naturpark Vorspessart

Juni-Juli – Zeit der Schmetterlinge, Glühwürmchen, Hirschkäfer

Die sonnenerwärmten Panorama-Südhänge sind für Schmetterlinge, seltene Schwalbenschwänze, Taubenschwänzchen (ähnlich Kolibris), Hirschkäfer und viele Insekten ein natürlicher optimaler Standort. In den waldbesäumten Südhängen findet man vereinzelt die äußerst selten gewordenen Salamander-Populationen.


Die Berg-Gastronomie hinkt noch etwas nach ...

Die Rast-und Einkehrmöglichkeiten für Wanderer und Radfahrer beschränken sich auf wenige Möglichkeiten. Einladend sind natürlich die Hahenkamm-Wander-Gaststätte des Spessartbundes mit Aussichtsturm und die fröhlich-freundliche Gastlichkeit in der Wanderhütte über Reichenbach (leider nur Sonntags). Am östlichen Ende des ca. 20 km langen Vorspessart-Höhenrückens liegt am Gräfenberg ein bewirtschaftetes Weingut. Von den  schattigen Terrassen hat man einen guten Blick auf Aschaffenburg mit Schloss bis in den Odenwald (Foto Startseite).

Nachdem der beinahe schon legendäre Landgasthof der Familie Hock vor Jahren schloss, verfügte der Höhen-Panoramaweg zwischen Rückersbach und dem Ortsrand von Johannesberg für mehrere Jahre über keine Einkehrmöglichkeit. Dies hat sich in jüngster positiv Zeit verändert. So betreibt das über Rückersbach gelegene Seminarzentrum einen gemütlichen Biergarten mit Fernblick auf den Panorama-Höhenweg. Auch ist die Wiedereröffnung des Landgasthofes in Rückersbach  in Vorbereitung.

Einzelne Ortsteile in Johannesberg und Rottenberg verfügen sowohl über eine Spitzengastronomie, als auch über gemütliche „bürgerliche“ Gastwirtschaften. Inwieweit diese sich mit ihren Öffnungszeiten noch den Bedürfnissen von Wanderern und Tagesgästen anpassen, bleibt abzuwarten.

Juni/Juli – die ersten Sommer-Steinpilze

Die Frühsommer-Steinpilze an den Rändern der Buchenwälder erfreuen bereits die Sammler und Genießer.

Verantwortlich für die 3. Ausgabe der Höhenpanoramalandschaften Naturpark Spessart

Ideengemeinschaft Vorspessart Königsblick-Höhenpanoramaweg:

  • Jens Drefahl, Johannesberg-Rückersbach
  • IG Vorspessart Königsblick-Höhenpanoramaweg
  • Postanschrift: Jens und Barbara Drefahl 
  • Am Hang 9, 63867 Johannesberg
  • Fon: +49 (0) 6029 9900.31
  • Email: jdrefahlpriv@t-online.de

Höhen-Panoramaweg: Blick vom Gräfenberg auf Aschaffenburg mit Schloss

Zum Vergrößern der Fotos und Graphiken 2x anklicken

Höhen-Panoramaweg: Vom Königsblick Richtung Oberafferbach, Churfranken und Hochspessart

Bereicherung der Berglandschaften durch Beweidung

Die Beweidung der Hangwiesen mit Rindern, Kühen, Kälbern, Schafen, Heidschnucken und Bergziegen trägt zur Erhaltung der landschaftstypischen Streuobstwiesen bei. Die Tiere erfreuen Kinder und Erwachsene

Obstbaumblüte

Mai-Juni-Juli – Von Kirschblüten-Alleen bis zur saftig-prallen Kirsche

Besonders schön ist die Zeit der Baumblüte an den alleenartig mit Kirsch-, Apfel- und Birnbäumen besäumten Höhenwegen mit beidseits anschließenden Fernblick-Streuobstwiesen. Zu erwähnen ist, dass die Obstbaumalleen und angrenzenden Streuobstwiesen wesentlich zur Obstversorgung der Städter im Maintal beitrugen. Entsprechend ist die Vielfalt der alten Obstsorten erstaunlich. Leider sind die Bestände teilweise überaltert. Erfreulich ist, dass nach der vor Jahren erfolgten Flurbereinigung die Eigentümer der Obstgrundstücke wieder anpflanzen.

Nahezu durchgängig bewirtschaftete Hahnenkamm-Wanderergaststätte des Spessartbundes mit Aussichtsturm

Impressionen vom Königsblick Richtung Frankfurt und Taunus

Talblick über Gunzenbach bis zur Bergkirche Johannesberg

Bergsäume: Greifvögel kreisen über den Thermik-Höhenkämmen

Die 2 km langen Süd-West-Wind-Thermikhänge zwischen Johannesberg-Sternberg-Rückersbach sind ein Paradies für Vogelkundler. Zwischen Waldsaum und Streuobstwiesen besteht ein natürlicher Lebensraum für Sing-, Flur-, Feld- und Greifvögel. Sie finden hier für stundenlanges Gleiten eine einzigartige Thermik über dem Maintal durch die besondere Topographie vor den Bergkämmen. Die Rufe dieser Flugkünstler lassen den Blick des Wanderers oft gen Himmel gleiten.

Besonderheit am Wegesrand: Spanische Flagge, auch russischer Bär genannt

Taubenschwänzchen

Pfauenauge


Vorspessart: Region der Hobby-Geologen

Der Vorspessart verfügt über eine Melange von Urgestein mit seltenen Mineralien unterhalb / angrenzend des Höhen-Panoramaweges. Viele Aufschlüsse in den Schluchten und Steinbrüchen der durch durch Erosion und vulkanische Hebung (Rottenberg-Sailauf) geformten Gneisschichten lassen das Herz eines Hobby-Geologen höher schlagen. Empfohlene Literatur: https://de.wikipedia.org/wiki/Spessart insbesondere das Buch vom Joachim Lorenz: Spessartsteine: Spessartin, Spessartit und Buntsandstein


Zustand und Beschaffenheit des Vorspessart-Höhen-Panoramaweges

Der Königsblick-Höhen-Panoramaweg kann bereits heute über den 20 km langen Höhenrücken mit höhengleichen Stichwegen, Schluchten und bewaldeten Seitentälern durchgängig erwandert oder mit dem Rad erfahren werden. Lediglich eine Teilstrecke von nur 100 m in einem Waldstück oberhalb von Wenighösbach (zwischen Breunsberg und Rottenberg) ist durch unterirdische Quellen zeitweise total verschlammt und dann nahezu unpassierbar. Die Initiatoren des Höhen-Panoramaweges werden diesbezüglich die zuständige Gemeinde beratend unterstützen.

Die einzige Schwachstelle des Höhen-Panoramaweges: Wander - und Fahrradweg zwischen Joh-Breunsberg und Rotttenberg


Johannesberg – leider müssen wir uns auch mit der Zerstörung des Naturparks Spessart und der Landschaftspanoramen beschäftigen:

So plant der Bürgermeister (als Chef der Feuerwehr) zusammen mit Gemeinderat aufgrund von Modernisierungswünschen der Wehren am Standort Johannesberg-Seestraße und Rückersbach ohne Standortnot (Sachverständigengutachten *: 4 wirtschaftliche und zeitnah realisierbare Alternativen innerorts vorhanden!!) ein komplett neues Feuerwehrhaus mit Recyclinghof, Containerstellplätze und Grünabfalllagerung mitten im Naturpark Spessart. 

Der Gemeinderatsbeschluss wurde ohne Bedarfsermittlung, Kosten und Investitionsplanung und Auswirkungen auf die Natur-, Landschaf, Freizeit und Tages- und Wandertourismus gefasst. Bemerkenswerte Achtlosigkeit. Die Bürger wurden vor einer Entscheidung über diese Großinvestition nicht beteiligt.

Von externen Fachleuten wurde die aufwändige Hangbebauung dieser industriell gefertigten Nutz- und Zweckbauten im Naturpark Spessart auf mehr als 3.5 (bis 4,5) Mio Euro geschätzt. Die Kosten der Modernisierung der Wehren in anderen Ortsteilen kommen hin zu. Umso bemerkenswerter ist, dass die Johannesberger Dörfer (zusammen 3.000 Einwohner) eine der höchsten Prokopf-Verschuldung Bayerns ohne nennenswerte Gewerbesteuereinnahmen aufweisen. 

Gegen die vom Bürgermeister und dem Gemeinderat geplante Zerstörung des Naturparks Spessart am nur 1,2 km langen Teilstück des Königsblick-Höhen-Panoramaweges hat eine Bürgerinitiative (BI) bereits einen Bürgerentscheid erzwungen  http://www.initiative-fwh-johannesberg.de/

Ziel der Initiative ist auch die Vermeidung einer Baulückenschließung (Äcker / Wiesen zu Bauland) zwischen dem geplanten Feuerwehrstandort und Ortsrand durch exklusive Wohnbebauungen (si. Lageplan unten). Dieser Teil des schönen Fernblick-Panoramaweges im Naturpark Spessart geht unwiederbringlich unseren Kindern und Kindeskindern verloren. Dazu ein anschauliches Beispiel: Die Wohnbebauung der Südhang-Fernblicklage im benachbarten Himbeergrund. Ein Spaziergang wird empfohlen.

Hochattraktiv für Bauinvestoren: Baulückenschliessung zwischen gepl. Feuerwehr und Ortsrand

Wir empfehlen dem Gemeinderat die Aufhebung und Neufassung des umstrittenen Beschlusses zum Flächennutzungsplan. Noch ist keine Landschaft im Naturpark Spessart unwiederbringlich zerstört.

* Das Sachverständigengutachten mit Standortanalysen umfassend alle 8 Alternativstandorte für den Neubau kommunaler Feuerwehr- Nutz- und Zweckbauten in Johannesberg kann von 

allen interessierten Bürgern angefordert werden bei: jdrefahlpriv@t-online.de oder (als Kurzfassung) unter  http://www.initiative-fwh-johannesberg.de/

Alternativstandorte 1-8 zum geplanten Feuerwehrneubau in Johannesberg:

Auszug aus Sachverständigengutachten

Landschaftsbilder der umstrittenen Feuerwehrstandorte 2-4  im Naturpark Spessart:

Panorama-Blickverbau: Umstrittener Standort für Feuerwehr, Nutz- und Zweckbauten auf Fernblick-Südhang im Naturpark Spessart. Blicksperre in Richtung Hochspessart, Churfranken, Maintal und Odenwald

Panorama-Blickverbau: Umstrittener Standort für Nutz- und Zweckbauten auf 16.000 m² im Naturpark Spessart. Blick über den Feuerwehrstandort auf das Maintal und dem Odenwald

Landschaftszerstörung:   Blick von Johannesberg-Oberafferbach auf den geplanten Standort für Feuerwehr, Recycling, Container, Grünabfall-Zwischenlagerung

Panorama-Blickverbau: Umstrittener Standort für Nutz- und Zweckbauten auf 16.000 m² im Naturpark Spessart. Blick vom Feuerwehrstandort über das Maintal auf den Odenwald / Foto unten: Über dem Maintal in Richtung Darmstadt und Frankfurt

Was würde Wendelin der Hirte wohl dem Bügermeister und Gemeinderat erzählen, wenn man in seinem Rücken talwärts industriell gefertigte Nutz- und Zweckbauten bauen würde, Recycling-Container aufstellt, Grünabfall und Material lagert, Rampen baut, Fahr- und FW-Übungsflächen asphaltiert, alles umzäunt / ummauert und Nachts auch noch beleuchten müßte ???